Produktübersicht Doppelmessermähwerke
Entdeckt das passende Doppelmessermähwerk für euren Einsatzbereich.
Das Comeback der Doppelmessermähwerke
Doppelmessermähwerke erleben eine Rückkehr in die Praxis, nicht nur im Naturschutzbereich und der Landschaftspflege, sondern zunehmend auch in der modernen Landwirtschaft. Der Grund dafür liegt in ihrer Arbeitsweise: Im Gegensatz zur Rotationsmähtechnik wird das Gras nicht abgeschlagen, sondern sauber geschnitten.
Das Prinzip ist einfach und bewährt. Ein Ober- und ein Untermesser bewegen sich gegeneinander und erzeugen einen präzisen Scherenschnitt. Dadurch entsteht ein deutlich saubereres Schnittbild. Die Pflanzen werden weniger gestresst und können schneller nachwachsen. Dieser Vorteil wirkt sich direkt auf die Futterqualität und die Regeneration der Pflanzen auf der Fläche aus.
Ein weiterer wesentlicher Unterschied liegt im geringen Gewicht und Energiebedarf. Doppelmessermähwerke sind erheblich leichter und benötigen deutlich weniger Leistung als vergleichbare Rotationssysteme. Das ermöglicht große Arbeitsbreiten auch mit kleineren, leichteren Trägerfahrzeugen und sorgt für eine schonende und trotzdem effiziente Bewirtschaftung des Grünlands.
Auch im Hinblick auf Umwelt und Futterqualität bietet die Technik klare Vorteile. Durch die oszillierende Arbeitsweise ohne Sogwirkung werden Insekten geschont.
Gleichzeitig bleibt das Mähgut sauberer, weil weniger Erde und Verschmutzungen im Futter verwirbelt oder verteilt werden. Die gleichmäßige Ablage des Schnittguts unterstützt zudem ein schnelles und natürliches Trocknen.
Wie jede Technik erfordert auch das Doppelmessermähwerk eine angepasste Arbeitsweise. Entscheidend ist ein perfekt geschliffenes Messer, um die Schnittqualität dauerhaft sicherzustellen. Mit unserer modernen Schleiftechnik lässt sich dies einfach und effizient sicherstellen.
Insgesamt steht die Doppelmessermähtechnik für eine Form der Grünlandbewirtschaftung, die Effizienz und Schonung sinnvoll verbindet.
Eigenschaften im Überblick
Minimaler Kraftbedarf
Messungen der Bundesanstalt für Landtechnik (BLT) zeigen: Pro Meter Arbeitsbreite werden weniger als 2 PS benötigt. Ein vergleichbares Scheibenmähwerk braucht dafür etwa das Fünffache an Leistung.
Minimaler Bodendruck
Aufgrund ihrer Bauweise liegt das Gewicht eines Doppelmessermähwerks nur bei etwa einem Drittel im Vergleich zu einem Rotationsmähwerk.
Das geringe Eigengewicht schont den Boden: Verdichtungen werden reduziert und die Grasnarbe bleibt intakt.
Sauberes Schnittbild und besserer Wiederaufwuchs
Durch den präzisen, sauberen und glatten Scherenschnitt werden Pflanzen geschont und wachsen schneller und gleichmäßiger nach.
Sauberes Futter
Verschmutzungen, etwa durch Maulwurfshaufen, werden nicht im gesamten Mähgut verteilt.
Gleichmäßige Futterablage
Gutes Trocknungsverhalten durch flächiges Ablegen des Mähguts. Das erste Kreiseln kann dadurch entfallen.
Schonend für Insekten und Kleintiere
Insekten können beim Umfallen des Grases wegfliegen, Kleintiere und Amphibien weiterkriechen.
Mehr Sicherheit
Im Gegensatz zu Rotationsmähwerken werden keine festen Gegenstände wie Steine weggeschleudert.
Dadurch wird das Risiko für Schäden an Maschinen und für Verletzungen deutlich reduziert.
Unsere Doppelmessermähwerke
Häufige Fragen
Die Messer bei einem 9m Frontschmetterling, haben eine Standzeit von 10-200ha. Es ist immer entscheidend, welches Material wann gemäht wird und in welchem Zustand die Flächen sind. Bei schlechten Bedingungen (Herbstfutter, feines Material und starke Verschmutzung) kann es sein, dass man nach 10ha die Messer wechseln muss. Bei normalen Bedingungen (erster, zweiter Schnitt, gewachsenes Grünland) können 30-40ha gemäht werden. Bei guten Bedingungen (Ackerfutter, Klee, Luzerne) können bis zu 200ha gemäht werden, ohne die Messer zu wechseln.
Es kommt immer auf das zu mähende Gelände und die Bodenbeschaffenheit an. In gewachsenem Grünland sind Fahrgeschwindigkeiten von 8-12km/h realistisch, wobei im Frühjahr tendenziell schneller gefahren werden kann, als beim feinen, wolligen, filzigen Herbstschnitt. Bei Ackerfutter sind je nach Bedingungen auch höhere Geschwindigkeiten möglich.
Um Klingenverluste und sonstige Schäden zu vermeiden, wenn z. B. ein Fremdkörper ins Schneidwerk kommt, haben wir bei BB-Umwelttechnik serienmäßig bei allen Mähwerken auf allen Schneidwerken eine Überlastsicherung verbaut. Das Schneidwerk bleibt dann stehen.
Achtung! Kann auch bei zu stumpfen Messern ansprechen! Dann Messer schleifen!!!
Zusätzlich haben alle Seitenschneidwerke serienmäßig eine hydraulische Anfahrsicherung verbaut. Bei allen Frontmähwerken ist serienmäßig keine Anfahrsicherung verbaut. Optional kann ein mechanischer Wegklapp – Mechanismus bei den Standard – Frontmähwerken verbaut werden (nicht kombinierbar mit Schwadtrommeln!)
Grundsätzlich bestimmt das Gewicht der Maschine die Größe des Traktors und nicht die benötigte Antriebsleistung. Beispielsweise wiegt ein Frontschmetterlingsmähwerk mit 9m Arbeitsbreite ca. 1.000kg, dafür ist ein Traktor in der 4-Tonnenklasse völlig ausreichend. (siehe dazu auch Angaben in der Broschüre)
Um Klingenverluste und sonstige Schäden zu vermeiden, wenn z. B. ein Fremdkörper ins Schneidwerk kommt, haben wir bei BB-Umwelttechnik serienmäßig bei allen Mähwerken auf allen Schneidwerken eine Überlastsicherung verbaut. Das Schneidwerk bleibt dann stehen.
Achtung! Kann auch bei zu stumpfen Messern ansprechen! Dann Messer schleifen!!!
Zusätzlich haben alle Seitenschneidwerke serienmäßig eine hydraulische Anfahrsicherung verbaut. Bei allen Frontmähwerken ist serienmäßig keine Anfahrsicherung verbaut. Optional kann ein mechanischer Wegklapp – Mechanismus bei den Standard – Frontmähwerken verbaut werden (nicht kombinierbar mit Schwadtrommeln!)
Wir benötigen ca. 2 PS Antriebsleistung pro Meter Arbeitsbreite. Das sind bei einem 9-Meter Schmetterling unter 20 PS Leistungsabnahme an der Zapfwelle.
Solo-Mähwerke können theoretisch direkt mit der Schlepperhydraulik (1x EW + druckloser Rücklauf) betrieben werden (unsere Empfehlung: Zapfwellenantrieb!!!)
Für die Heckmähwerke brauchen wir nur ein einfachwirkendes Steuergerät mit Schwimmstellung
Beim Frontmähwerk ECO ist ein Frontkraftheber erforderlich
Beim Frontmähwerk Standard ist ein einfachwirkendes Steuergerät mit Schwimmstellung erforderlich (Fronthydraulik nicht zwingend notwendig)
Bei den Schmetterlingsmähwerken ist für den Antrieb immer eine Zapfwelle (Ausnahme: hydraulische Zapfwelle) und eine 3-polige Steckdose erforderlich (Empfehlung: 4mm² Kabel direkt zur Batterie verlegen, Absicherung 25A)
Die Gewichte sind auf den einzelnen Produktseiten unter Technische Details angegeben.
Man braucht für ein Schneidwerk Unter- und Obermesserwechsel ca. 10 Minuten inklusive abschmieren der Antriebe.
- Die Doppelmessermähtechnik wiegt ca. 1/3 der Rotationsmähtechnik
- Die Doppelmessermähtechnik benötigt ca. 1/5 der Antriebsleistung im Vergleich zur Rotationsmähtechnik
- Deutlich kleineres Trägerfahrzeug möglich à Spritersparnis!!
- Beim Doppelmesser schneiden wir das Gras mit einem glatten Schnitt ab (besserer Wiederaufwuchs), beim Rotationsmähwerk wird das Gras abgeschlagen (längerer Heilungsprozess der Pflanze)
- Niedrige Drehzahl zum Antreiben (ca. 1.500 Motorumdrehungen)
- Erster Kreiselvorgang wird nicht benötigt
- Oftmals förderfähig
- Unsere Technik ist wartungsintensiver als die Rotationsmähwerke (schleifen und schmieren!)
- Je nach Bedingungen kann es zu Streifenbildung kommen (Frontschmetterling!!)
- Beim Bergabmähen höhere Fahrgeschwindigkeit notwendig, damit Mähgut nach hinten umfällt
- Kein perfektes Schnittbild bei liegendem Futter nach Mahd in Fallrichtung (fehlende Sogwirkung)
- Professionelle Schleiftechnik notwendig
Kurvenfahrten sind begrenzt möglich. Langgezogene Kurven beim Anmähen stellen kein Problem dar, grundsätzlich empfehlen wir die Mahd mit RTK – Signal.